Wie eFM und ARCHIBUS die Transformation von Orten in Erlebnis-Ökosysteme unterstützen
Der deutsche Philosoph Walter Benjamin stellte 1936 eine Frage nach dem Sinn von Kunstwerken im Zeitalter der mechanischen Reproduzierbarkeit. Knapp ein Jahrhundert später stellen wir uns eine ähnlich grundlegende Frage: Welchen Sinn hat der Raum, wenn sich unsere Präsenz mit dem Aufkommen digitaler Technologien überallhin vervielfältigen lässt, ohne die Einschränkungen unserer physischen Verortung? Diese Frage betrifft alle Lebensbereiche, aber in der Arbeitswelt wird sie besonders dringlich.
Hybride Arbeit und das Paradoxon der leeren Räume
In der hybriden Arbeitswelt befinden sich viele Unternehmen im Dilemma: Entweder lassen sie die Büros ungenutzt oder sie erzwingen die Rückkehr zur Präsenzarbeit durch starre Richtlinien. Tatsächlich verfehlen beide Ansätze den Kern der Sache. Denn die eigentliche Frage lautet nicht, wie viele Menschen im Büro sind , sondern warum sich überhaupt jemand dafür entscheidet, dort zu sein.
Warum sollte man durchschnittlich ein bis zwei Stunden pro Tag mit Pendeln verbringen, wenn man alles Notwendige von zu Hause oder einem nahegelegenen Ort aus erledigen kann?
Antworten, so zeigen unsere Daten, geben nicht Funktionalitäten. Der Schlüssel zur Neugestaltung des Raumverständnisses liegt im Streben nach wertvollen Erfahrungen, die unseren mentalen Zustand bereichern und intensivieren.
Physischer und digitaler Raum: keine Dichotomie, sondern Kontinuum
Es besteht die weitverbreitete Versuchung, die physische und die digitale Welt einander gegenüberzustellen, als wären sie zwei konkurrierende Welten. Doch das ist ein Irrtum. Es gibt keine Trennung zwischen physischem und digitalem Raum: Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie sich diese beiden Dimensionen integrieren und wieder verbinden lassen, um ein Gleichgewicht der menschlichen Bedürfnisse herzustellen.
Der physische Raum entwickelt sich zunehmend zu einem Knotenpunkt, einem Erlebnisraum, einem Mosaik an Möglichkeiten, dessen prägende Merkmale die Bestimmung des Ortes, die Art der dort lebenden Gemeinschaft und seine Fähigkeit sind, auf die sich wandelnden Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen. Die Digitalisierung ersetzt ihn nicht, sondern führt ihn fort – sie ist ein System von Berührungspunkten, das im physischen Raum verankert ist und ihn verstärkt.
Der eFM-Ansatz: Erfahrung als Dienstleistung
In diesem Kontext fügen sich die eFM-Vision und die Engaging Places Philosophie ein: die Neudefinition des Arbeitsplatzes nicht als zu besetzende Fläche verstehen, sondern als Dienstleistung für Menschen.
Das bedeutet, Räume in dynamische Ökosysteme zu verwandeln, die vielfältige Erfahrungen ermöglichen – individuelles Arbeiten, Zusammenarbeit, soziale Interaktion, Lernen und Teambesprechungen. Keine statischen Umgebungen, sondern lebendige Orte, die sich an die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen können.
Der Schlüssel dazu ist Experience as a Service: Durch digitale Plattformen, Nutzungsanalysen und fortschrittliche Governance-Modelle werden Räume zu aktiven Ressourcen. Weniger Verschwendung, mehr Zusammenarbeit und ein insgesamt hochwertigeres Erlebnis.
Die Zukunft: Räume, die überraschen
Raum und Emotionen sind voneinander abhängig: Es sind die Emotionen derjenigen, die einen Ort beleben werden, die seine Gestaltung leiten müssen; es sind ihre Emotionen, die bestimmen, wie und ob sich dieser Ort verändern wird.
Und vielleicht ist dies genau die Formel für den Raum von morgen: die Fähigkeit, dem gewünschten Erlebnis so nahe wie möglich zu kommen und dabei immer einen Spielraum für das Unerwartete zu lassen. Da ist jene Variable, die unsere Fähigkeit, Dinge zu bestimmen, um die Freiheit erweitert. Dann kann das Leben in seiner Authentizität besser gedeihen.
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