Das Facility Management befindet sich in einem beispiellosen Wandel. Die tägliche Verwaltung von Gebäuden und Anlagen wird nun durch neue Prioritäten ergänzt: zunehmend komplexe Immobilienportfolios, Kostendruck, etablierte hybride Arbeitsmodelle und künstliche Intelligenz, die beginnt, greifbare Ergebnisse zu erzielen.
Laut aktuellen Analysen von IFMA, CBRE, Jones Lang LaSalle und Deloitte werden fünf aufkommende Trends die Unternehmensstrategien der kommenden Jahre prägen. Es handelt sich dabei nicht um isolierte technologische Veränderungen, sondern vielmehr um eine neue Art des Managements von Daten, Gebäuden und Prozessen, in der das Facility-Management eine zunehmend zentrale Rolle für Geschäftsentscheidungen spielt.
Die eFM-Gruppe begleitet Unternehmen seit Jahren auf ihrem Weg von ihren bekannten Vermögenswerten zu vernetzten Daten zu Portfolio-Intelligenz zu Immobilien-Governance zu Geschäftserfolg – und die neuen Trends etablierten ihre Überzeugung:
Ohne zuverlässige, strukturierte und gemeinsam genutzte Daten ist es nicht möglich, eine effektive Governance von Immobilienvermögen aufzubauen oder das Potenzial künstlicher Intelligenz voll auszuschöpfen.
(1) Das Facility Management wird zunehmend datengetrieben.
Organisationen sammeln riesige Datenmengen, doch diese bleiben oft verstreut in Excel-Tabellen, nicht integrierten Systemen, Papierdokumenten oder E-Mail-Korrespondenz. Das Problem ist nicht der Mangel an Informationen, sondern die Schwierigkeit, diese in handlungsrelevantes Wissen umzuwandeln.
Aus diesem Grund steigt der Bedarf an neuen analytischen Fähigkeiten in Facility-Management-Teams. Die Standardisierung von KPIs, die Integration von Informationen aus verschiedenen Systemen und die Erstellung gemeinsamer Dashboards ermöglichen es, operative Daten in ein Entscheidungshilfesystem umzuwandeln.
Es ist der grundlegende Schritt hin zu einer einzigen Datenquelle der Fakten, der unverzichtbaren Basis für jede Initiative zur Portfolioanalyse.
(2) Künstliche Intelligenz ist nur so wertvoll wie die Datenqualität.
Künstliche Intelligenz stellt eine große Innovationschance für das Facility Management dar, ihr Wert hängt jedoch vollständig von der Qualität der verfügbaren Daten ab.
Organisationen mit strukturierten und integrierten Daten profitieren bereits spürbar von vorausschauender Wartung, Prozessautomatisierung und fortschrittlicher Datenanalyse. Unternehmen, die hingegen noch mit fragmentierten Informationen arbeiten, haben Schwierigkeiten, das experimentelle Stadium zu überwinden.
Der eigentliche Unterschied wird nicht in der Einführung künstlicher Intelligenz liegen, sondern in der Schaffung der Voraussetzungen für deren Funktionieren.
(3) Das Facility Management trifft strategische Entscheidungen bezüglich des Immobilienportfolios.
Immobilienmanagement beschränkt sich heutzutage nicht mehr nur auf Instandhaltung und Betrieb.
Die Marktentwicklung in Verbindung mit neuen Arbeitsmodellen erfordert zunehmend fundierte Entscheidungen über Immobilienportfolios: Welche Standorte sollen erhalten, welche neu entwickelt, wo investiert und wo bestehende Flächen zusammengelegt werden?
In diesem Kontext kommt dem Facility Management eine strategische Rolle zu, da es über die operativen Daten verfügt, die zur Bewertung von Kosten, Leistung und Anlagennutzung erforderlich sind.
Die Möglichkeit, verschiedene Gebäude anhand einheitlicher Indikatoren zu vergleichen, wird daher zu einem Schlüsselelement der Portfolio-Intelligenz .
(4) Wartungsdaten steuern Investitionen
Bei der Wartung geht es nicht mehr nur darum, die Geschäftskontinuität sicherzustellen.
Interventionshistorie, Anlagenzustand, Betriebskosten und Lebenszyklusdaten stellen heute eine wertvolle Informationsquelle für die Planung zukünftiger Investitionen dar.
Die Kapitalplanung auf Basis objektiver Daten ermöglicht es, Notfalleinsätze zu reduzieren, die Kostenvorhersagbarkeit zu verbessern und Entscheidungen mit konkreten Beweisen zu untermauern.
Aus diesem Grund wird es zunehmend wichtiger, die Anlagenklassifizierung zu standardisieren und gemeinsame Kriterien für die Risiko- und Kritikalitätsbewertung anzuwenden.
(5) Räume werden ausgehend von ihrer tatsächlichen Nutzung gestaltet.
Hybrides Arbeiten ist mittlerweile eine fest etablierte Realität und hat die Art und Weise, wie Räume erlebt werden, verändert.
Ziel ist es nicht mehr, jedem Mitarbeiter einen Arbeitsplatz zuzuweisen, sondern zu verstehen, wie die Räumlichkeiten tatsächlich genutzt werden: an welchen Tagen am stärksten frequentiert sind, welche Art von Räumlichkeiten bevorzugt werden, wie hoch die Auslastung ist und welche Nutzungsmuster vorliegen.
Die Gestaltung von Arbeitsräumen wird daher zu einem kontinuierlichen Prozess, der auf Belegungsdaten und der Zusammenarbeit zwischen Facility Management, Personalabteilung und IT basiert – mit dem Ziel, sowohl die Effizienz der Räumlichkeiten als auch das Mitarbeitererlebnis zu verbessern.
Daten sind der eigentliche Treiber der Transformation
Die fünf Trends beschreiben eine einzige Richtung: Facility Management entwickelt sich von einer operativen Funktion zu einem strategischen Hebel für Unternehmen.
Gemeinsames Element sind Daten, die zur Grundlage für schnellere Entscheidungen, effektivere Investitionen und ein intelligenteres Management von Immobilienvermögen werden.
Genau auf diesem Prinzip basiert der Ansatz von eFM und ARCHIBUS: Ausgehend von bekannten Vermögenswerten werden vernetzte Daten aufgebaut, Portfolio-Intelligenz entwickelt und Informationen in Immobilien -Governance und Geschäftsentwicklung umgewandelt.
Quelle Foto: iStock-2220556879_Reinhard Krull