Flächen, Verträge, der Zustand von Immobilien, Nutzungsarten, Servicelevels, Wartungsanfragen, Auslastungen und Compliance … Informationen, die häufig verfügbar sind. Jedoch sind sie meist auf verschiedene Systeme, Länder, Geschäftsbereiche und Dienstleister verteilt.
Marco Ingrillì ist Senior Manager bei eFM. Er sieht in der Data Readiness die zentrale Voraussetzung, um den Wert eines Immobilienportfolios zu erschließen: „Bevor eine Organisation irgendeine Entscheidung treffen kann, muss sie wissen, was sie besitzt.“
Die häufig anzutreffende Fragmentierung der Informationen beeinträchtigt Entscheidungen in vielerlei Hinsicht: Sie erschwert den Vergleich verschiedener Standorte, verlangsamt die Festlegung von Prioritäten und macht die Harmonisierung von Verträgen, Prozessen und Standards komplexer.
Für Marco Ingrillì ist der rote Faden eindeutig: „Ohne verlässliche und vergleichbare Daten ist eine gemeinsame Governance nicht wirklich möglich.“ Und dieses Thema wird noch bedeutsamer, wenn man den aktuellen Kontext betrachtet:
Laut dem „eFM Observatory“ sind derzeit mehr als 40 Prozent der Unternehmensflächen in Europa ungenutzt. Prognosen von Cushman & Wakefield zufolge könnten bis 2030 rund 80 Prozent der Bürogebäude in den wichtigsten Städten Westeuropas veraltet sein.
Deshalb sei „die erste Infrastruktur, die geschaffen werden muss, nicht im engeren Sinne technologischer, sondern vielmehr informativer Natur“. Es bedarf einer einheitlichen Datenbasis, auf der Plattformen, Automatisierung, Reporting und Governance-Modelle aufbauen können.
Immobilienintegration sollte daher als ein Entwicklungsweg verstanden werden, der aus Analyse (Assessment), Konzeption (Design) und Umsetzung (Execution) besteht.
Organisationen, die bei den Daten ansetzen, können Komplexität in einen sichtbaren Vermögenswert, fundiertere Entscheidungen und ein besser skalierbares Wachstum verwandeln.