Eine Plattform schafft nicht allein Mehrwert, indem sie Daten sammelt

Was kommt zuerst: die Plattform oder das Organisationsmodell, das diese langfristig mit Leben füllen soll? Viele Projekte zur Transformation des Immobilienbestands beginnen mit der Auswahl einer Plattform, der Definition von Workflows oder der Ausarbeitung sehr detaillierter funktionaler Anforderungen. Doch sind wir sicher, dass dies wirklich der richtige Ausgangspunkt ist?

Im täglichen Austausch mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen beobachtet Andrea Bonelli, Business Development Manager bei eFM – ein Muster, das sich erstaunlich häufig wiederholt:

„In den vergangenen Monaten habe ich sowohl mit Unternehmen gearbeitet, die bereits über fortschrittliche Plattformen verfügen, diese jedoch nur teilweise nutzen, als auch mit Organisationen, die neue Systeme über äußerst detaillierte Ausschreibungen planen. Sehr unterschiedliche Situationen, die mich jedoch immer zur gleichen Frage führen: Wie viel Zeit wurde tatsächlich investiert, um zu verstehen, wie diese Organisation in fünf Jahren Entscheidungen treffen wird?“

Diese Frage ist alles andere als theoretisch. Mit der Zeit verändern sich die Menschen, die Prioritäten und auch die Werkzeuge. Wenn das Wissen über den Immobilienbestand, die Prozesse und die Verantwortlichkeiten nicht aufgebaut und geteilt wird, entstehen leicht wieder parallele Excel-Dateien, verstreute Informationen und nicht abgestimmte Arbeitsweisen.

Deshalb lohnt es sich, noch bevor man über Software spricht, bei einigen grundlegenden Fragen innezuhalten:

  • Wer wird die Entscheidungen treffen?
  • Welche Informationen werden tatsächlich benötigt?
  • Wer ist für die Qualität der Daten verantwortlich?
  • Welche Stakeholder müssen dieselbe Sicht auf den Immobilienbestand teilen?

Erst danach kommen Workflows, Integrationen und Plattformen. Denn eine Plattform schafft nicht allein dadurch Mehrwert, dass sie Daten sammelt. Sie schafft Mehrwert, wenn sie unterschiedlichen Menschen hilft, dieselbe Sprache zu sprechen, Wissen zu teilen und über die Zeit hinweg konsistente Entscheidungen zu treffen.

Wissen in bessere Entscheidungen verwandeln

Im Management von Immobilienportfolios beginnt die wirksamste Transformation nicht mit der Technologie. Sie beginnt mit dem Aufbau eines Organisationsmodells, das in der Lage ist, Wissen in bessere Entscheidungen zu verwandeln.

Und Sie? Wenn Sie heute ein Transformationsprojekt für ein Immobilienportfolio neu aufsetzen müssten: Würden Sie mit der Plattform beginnen … oder mit dem Entscheidungsmodell, das diese Plattform unterstützen soll?

Lesen Sie dazu auch diesen Blogbeitrag: “Zu wissen, was man tatsächlich verantwortet” …

 

Bildquelle: eFM

Beitrag teilen